Synagogengemeinde Berlin

Sukkat Schalom e.V.

Über uns

Synagogengemeinde Berlin Sukkat Schalom e.V.

Überblick über die Entwicklung
 
Entstanden ist die Gemeinde in der Fortführung bzw. Wiederbelebung einer langen – von den alliierten Streitkräften eingeführten - Tradition eines Gebetsortes für die Angehörigen der Streitkräfte. Von 1945 bis 1994 gab es das Chaplain Center, letzter Standort Hüttenweg, wo für die Angehörigen der US-Streitkräfte Gottesdienste für die verschiedenen Religionen abgehalten wurden. Schon sehr früh war Oberkantor Estrongo Nachama sel. A. an der Gestaltung und Durchführung der Gottesdienste u. a. mit Rabbiner Levinson und Louis Fischer beteiligt. 1994 fand dort auch der zunächst letzte jüdische Gottesdienst statt – danach versank der Gebetsort – zumindest für die jüdischen Beter – in einen „Dornröschenschlaf“.
 
Rabbiner Prof. Dr. Andreas Nachama war es zu danken, dass die Gottesdienste an dem Ort Chaplain Center Hüttenweg im Jahre 1999 wiederbelebt wurden. Er sammelte interessierte Beter um sich, reaktivierte das von ihm erworbene und im Centrum Judaicum eingelagerte Mobiliar und führte die ersten Gottesdienste am alten Standort – auch noch zusammen mit seinem Vater – durch. Es fanden sich mehr und mehr Interessierte und bald konnten wöchentlich Gottesdienste abgehalten werden. Auch sein Sohn Alexander Nachama, der eine Kantorenausbildung absolviert hat und jetzt Landesrabbiner in Thüringen ist, wirkte als Kantor mit.  
 
Im Jahr 2002 wurde der Trägerverein unter dem Namen Synagogengemeinde Berlin Sukkat Schalom E. V. gegründet. Seit 2008 ist die Synagoge institutionelle Synagoge der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Sie steht in der Tradition der 1855 gegründeten Reformsynagoge in der Johannisstraße, die 1939 von den Nazis geschlossen wurde. Die Gottesdienste werden nach reform-egalitärem Ritus abgehalten. Heute hat die Gemeinde fast 200 jüdische Mitglieder und zahlreiche Fördermitglieder.
 
Dass die Gemeinde sich seit 2013 in der Herbartstraße am Lietzensee befindet liegt daran, dass der Bezirk Zehlendorf, dem die Liegenschaft am Hüttenweg gehört, den Mietvertrag mit dem Hauptmieter kündigte und somit Schicksal und Verbleib von Sukkat Schalom ungewiss wurde. In dieser ungeklärten Situation bot die JGzB uns die Nutzung der Synagoge in der Herbartstraße an, die Teil des Bauensembles des dortigen Alten- und Pflegeheimes ist. Sie stand zwar nicht leer, wurde aber von einem sehr kleinen Minjan genutzt, der jetzt seinen Gebetsraum direkt im Seniorenheim unter dem Namen „Ledor wador“ hat. Seit 2013 finden deshalb die Gottesdienste der Synagogengemeinde Berlin Sukkat Schalom E.V. in der Herbartstraße statt. 

Sie möchten unsere Synagoge besuchen?

Hierfür ist Anmeldung bis freitags 12:00 Uhr unter info@sukkat-schalom.de erforderlich.