כ"ט אלול ה' אלפים תשע"ז
29. Elul 5777
19. September 2017

Pessach

Wo, Herr Rabbiner, haben Sie bitte den Afikoman versteckt?

Vorab sei gesagt, dass auch bei diesem Sederabend des Pessach 5775 der Afikoman so gut versteckt war, dass es den Kindern nicht gelang, diesen zu finden. Es verstand sich von selbst, dass sie für ihr eifriges Suchen trotzdem mit einem kleinen Geschenk durch unseren Konstantin Münz belohnt wurden.

Aber der Reihe nach: Auch in diesem Jahr hielt unsere Gemeinde Sukkat Schalom wieder ihren Sederabend im Hotel Excelsior ab. Da es dem Hotel leider nicht möglich war, unseretwegen einen größeren Umbau durchzuführen, standen wiederum nur 92 Plätze zur Verfügung, die sehr schnell vergeben waren. Anfangs nur den Mitgliedern vorbehalten, gelangten die Karten danach in den freien Verkauf. Gut hatten die getan, die schon viele Wochen vorher um Karten nachgesucht hatten. So konnten wir auch Gäste aus Israel und den USA begrüßen. Dass wir am Ende dann doch mehr als ein Dutzend Interessierte abweisen mussten, bedauerten wir sehr.

Unser Vorsitzender Dan Moses eröffnete den Abend, nachdem dank der exzellenten Vorbereitung von Konstantin alle relativ schnell ihren Platz fanden, denn er hatte Namenskarten gedruckt und aufgestellt und am Eingang gaben Birke und Liam ihr Bestes, den Gästen ihre Plätze zu zeigen. Nach der kurzen Ansprache von Dan Moses verlas Liam eine Grußadresse von Dr. Gideon Joffe, unserem Gemeindevorsitzenden, die wir im Anschluss für alle Besucher unserer Website veröffentlichen.

Die liturgische Arbeit lag wie stets in den Händen unseres geschätzten Rabbiners. Prof. Dr. Andreas Nachama und unserer Kantorin Esther Hirsch, die besonders gefragt war, da sie in diesem Jahr keine weitere Unterstützung hatte. Wie jedes Jahr hielt die Geschichte vom Auszug unseres Volkes aus Ägypten die Besucher in ihrem Bann. Spannend und dem Anlass angemessen wurde sie von Dr. Nachama vorgetragen, und er versäumte es nicht, sie ab und zu mit einer Anekdote oder gar einem Pilpul zu würzen. Kantorin Esther Hirsch umrahmte die Erzählung mit ihrer klaren lyrischen Stimme und lief geradezu zur Hochform auf, als nach Abschluss des liturgischen Teils die Pessachlieder angestimmt wurden, die zum Teil sich ständig verlängernde Strophen haben wie etwa Echad mi jodea oder chad gadjah.

Durch den Verzehr der kultischen Speisen wurde der Bitternis und Fron in Ägypten gedacht. Dafür, dass auch der übrige kulinarische Ablauf hervorragend war, hatte unsere israelische Köchen Liat gesorgt und es ist auch in diesem Jahr festzuhalten, dass der Begriff Seder = Ordnung bei allen Besuchern offenbar verinnerlicht war, denn trotz der Enge gab es keinen Sturm auf das Buffet. Na ja, auch unser Gemeindevorsitzender hatte ja in seinem Grußwort auf die Bedeutung des Begriffes Seder hingewiesen, wie Sie im Anschluss lesen können.

Alle fühlten sich sichtlich wohl und wieder vergingen mehr als drei Stunden wie im Fluge. Der Abend endete wie immer mit dem Wunsch: L’schanah habaah biruschalajim – nächstes Jahr in Jerusalem, und man machte sich hoffnungsvoll auf den Heimweg.

Liam Rickertsen

Grußwort Dr. Gideon Joffe

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