ד' תשרי ה' אלפים תשע"ח
4. Tishri 5778
24. September 2017

Synagoge Hüttenweg (Sukkat Schalom) ab 2013

Synagoge Hüttenweg (Sukkat Schalom) ab 2013

Im Jahre 2013 ergab sich für die Gemeinde die Notwendigkeit, einen anderen Standort für die wöchentlichen Gottesdienste zu finden, da der Bezirk den Mietvertrag mit dem Hauptmieter, der katholischen Gemeinde AllSaints, aufgekündigt hatte. Glücklicherweise sprang hier die Jüdische Gemeinde zu Berlin ein, die der Gemeinde die Nutzung der Synagoge in der Herbartstraße anbot. Die Synagogengemeinde Berlin, Sukkat Schalom E. V., mittlerweile institutionelle Synagoge der Berliner Jüdischen Gemeinde, machte von diesem Angebot Gebrauch und zog im Herbst 2013 in die Räumlichkeiten der Synagoge Herbartstraße, die bis dato als Syngoge des Jüdischen Altenheimes genutzt wurde.


Gemeindemitglieder und Vorstand der Gemeinde sehen diese Lösung als Interimslösung an; gemeinsam wird angestrebt, eines Tages an den Standort Hüttenweg zurückzukehren. In der Herbartstraße verfügt die Gemeinde nunmehr über feste Räumlichkeiten; eine Synagoge, ein paar kleine Nebenräume sowie eine kleine Küche. Diese Räume werden Woche für Woche genutzt, und es bedarf nicht eines ständigen Umräumens wie am Hüttenweg. Mit Unterstützung der JGzB betreiben wir diese Synagoge nunmehr bereits drei Jahre. Die Gottesdienste werden von unserem Rabbiner Prof. Dr. Andreas Nachama und von unserer Kantorin Esther Hirsch gestaltet. Durch diese Unterbringung sind wir in der Lage, sämtliche Schabbat- und Feiertagsgottesdienste durchzuführen. Des weiteren Hochzeitsfeiern, Bar- und Bat-Mizwah-Feiern, Namensgebungen usw. Religionsunterricht, Hebräischunterricht, Schiurim und Bibelkreise werden angeboten.


Obwohl diese Interimslösung nun bereits drei Jahre währt, bleibt es ein primäres Anliegen, eines Tages an den Hüttenweg als Synagoge im Süd-Westen Berlins zurückzukehren. In diesen drei Jahren gab es etliche Modellvorstellung und Verhandlungen über die Zukunft des Gebäudeensembles am Hüttenweg. Die verschiedenen Ansätze konnten uns jedoch bisher nicht überzeugen. Wir vertreten vielmehr die Ansicht, dass hier auch ein politisches Interesse für die Ansiedlung eines multireligiösen Zentrums vorliegt, und dass gerade auch aus diesem Grunde die staatliche Seite sowie die JGzB gefragt sind, hier nicht nur ideelle Unterstützung zu leisten sondern auch ihren finanziellen Beitrag zu erbringen; denn fest steht, dass für die Wiederinbetriebnahme des Gebäudes nicht nur Renovierungs- und Sanierungsarbeiten erforderlich sind, sondern auch bauliche Erweiterungen vonnöten sind, und zwar in einer Summe, die die Gemeinde allein zu leisten niemals imstande sein wird.


Wir sind jedoch sehr daran interessiert weiter daran mitzuarbeiten, dass die Rückkehr von Sukkat Schalom an den Hüttenweg eines Tages erfolgen kann.


Nov. 2016 / Liam Rickertsen, Vorsitzender Sukkat Schalom E. V.